Pincho Ciervo

Hallo Leute,

Wenn Gäste kommen, dann möchte man ja gerne mal etwas besonderes anbieten. In lockerer Atmosphäre, vielleicht im Garten bei einer Gartenparty. Im Hintergrund läuft leise und unaufdringlich Musik, die Gäste stehen in Gruppen beieinander an einem schönen lauen Frühlingstag. In den Gläsern glitzern Eiswürfel und es gibt wunderbare kleine Snacks.


Ibiza-Atmosphäre beschreibt es wohl am Besten.


Für so eine Party habe ich mir überlegt Pincho Ciervo (Reh-Spiess) zu machen. Pinchos sind kleine spanische Häppchen, die in Kneipen und Kaffees auf den Tresen stehend zu einem Getränk angeboten werden. Zusammengehalten werden diese köstlichen Kleinigkeiten durch Holzspieße (Pinchos). So können Gäste sie einfach halten und stehend genießen. Pinchos gibt es in vielen Variationen, z.B. mit Fleisch, dass wunderbar herzhaft gewürzt.


Für dieses Rezept habe ich Rehlachs (ausgelöster Rehrücken) über Nacht in einer Gin-Pfeffer-Marinade durchziehen lassen.


Die Gewürzmischung für die Marinade stelle ich mir immer auf Vorrat her. Meine Faustregel ist dabei: auf 2 gestrichene Esslöffel Gewürz kommt ein Pinneken guter Gin, zwei Esslöffel Olivenöl und zwei Teelöffel mittelscharfer Senf. So kann die Marinade passend zur Fleischmenge verlängert werden.


Fotos: K. Exler, HnC

Ihr benötigt:

500g Rehlachs

100 g Rohrohrzucker

2 TL bunte Pfefferkörner

1 TL braune Senfsaat

2 TL Zwiebelpulver

1 TL Knoblauchpulver

Holzspieße, gewässert

Gin

Olivenöl

mittelscharfer Senf


Pfefferkörner und Senfsaat grob vermahlen. Dafür benutze ich eine alte elektrische Kaffeemühle, aber es geht natürlich auch in einem Mörser.


Pfeffer, Senfsaat, Zucker sowie Zwiebel- und Knoblauchpulver vermengen und in ein luftdicht zu verschließendes Gefäß geben.

Von dieser Gewürzmischung 2 Esslöffel abnehmen und in eine Schüssel geben. Mit einem Schnapsglas (2cl) Gin, zwei Esslöffel Olivenöl und zwei Teelöffel mittelscharfem Senf glattrühren. Sollte die Menge für das Fleisch nicht ausreichen, dann die Mengen entsprechend verdoppeln.


Das Lachsstück waschen, trockentupfen und eventuell noch vorhandene Sehnen vorsichtig entfernen. Das Fleisch läuft von der Form her ja spitz zu. Darum schneide ich die Lachsspitze ab, so dass ein gleichmäßig breites Stück vor mir habe. Dieses scheide ich dann der Länge nach in ca. 1,5cm breite Scheiben und die Spitze in in Würfel.


Das so vorbereitete Fleisch kommt in einen Gefrierbeutel und wird mit der Marinade begossen. Den Beutel verschließen und vorsichtig durchkneten, so dass sich die Gewürze gleichmäßig verteilen.


Das Fleisch über Nacht im Kühlschrank aufbewahren.


Am nächsten Tag das Filet aus dem Beutel nehmen und die Marinade etwas abstreifen. Wenn die Pinchos gegrillt werden sollen, dann müssen die Holzspieße gewässert werden. Bei der Zubereitung in einer Grillpfanne ist das nicht nötig.


Schneidet euch das Fleisch für kurze Spieße passend zu, denn es wird wellig aufgesteckt. Ich finde es klappt ganz gut, wenn das Fleisch 1/3 länger ist als der Spieß

Achtet dabei auf eine gleichmäßige Dicke, dann gart das Fleisch gleichmäßig.


Nun könnt ihr das Fleisch kurz grillen oder in der Grillpfanne bei hoher Temperatur braten. Das dauert pro Seite ungefähr 2 Minuten. Der Zucker aus der Marinade karamellisiert total schnell. Daher die Spieße nicht aus den Augen lassen.


Am Ende noch abgedeckt zwei Minuten ruhen lassen, salzen und Pfeffern und dann einfach den Spieß in die Hand nehmen und genießen.


Dazu passt hervorragend ein einfacher Dip aus Petersilie, Zitronensaft, Knoblauch und Olivenöl.


Wir sehen uns - draußen!

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