Jägerkohl

Hallo Leute,


dieses Rezept stammt aus Omis Zeiten, in denen saisonal gekocht wurde. Es war auch anders gar nicht möglich, denn Vertrieb und Lagerung von Obst und Gemüse waren nicht annähernd so entwickelt und ausgebaut wie heute.


Der Herbst und der Winter sind die Jahreszeiten für deftige Kohlgerichte, wie z.B. dieser Jägerkohl. Eigentlich ist dieses Gericht eine Art Kohlroulade für Faule ... nur ohne rollen ... also ohne Roulade. Man braucht kein besonderes Geschick für dieses Rezept. Es ist absolut Anfänger tauglich.


Wichtig ist, dass der Kohl richtig stark angebraten wird und schön bräunt, denn nur dann verändert er seinen typischen Geschmack und schmeckt dadurch eher süßlich nussig.

Beim Braten und schmoren wird der Kohl auch ziemlich zusammenfallen. Darum keine Angst vor großen Köpfen. Am Ende bleibt deutlich weniger davon übrig.


Wenn ihr einen Weißkohl kauft, dann schaut euch unbedingt die Schnittfläche an. Sie sollte hell sein und keine Flecken oder gar Schimmelspuren zeigen. Dann könnt ihr davon ausgehen, dass er auch von Innen nicht in Ordnung ist.


Dazu passen ganz simpel ... Salz- oder Pellkartoffeln.


Fotos: K. Exler, HnC

Ihr benötigt:


500g Wildhack

1 schönen großen Weißkohl

etwas Schmalz zum Anbraten

getrockneter Thymian

getrocknetes Bohnenkraut

grobes Salz und frisch gemahlener Pfeffer


Den Weißkohl als erstes von den äußeren Blättern befreien. Er braucht übrigens nicht gewaschen zu werden.

Danach halbieren und anschließend vierteln. Den Strunk herauschneiden und den Kohl in dünne Streifen schneiden.


In einer großen Pfanne reichlich Schmalz erhitzen, den Kohl dazugeben und bei hoher Hitze stark anbraten. Dabei immer wieder wenden. Die Kohlstreifen dürfen richtig dunkel werden.


Wenn sie schön braun sind, die Temperatur runterdrehen, deckel auflegen und schmoren lassen. Dabei gelegentlich umrühren.


In einer zweiten Pfanne das Wildhackfleisch krümelig anbraten, aber bitte nicht zu heiß und schnell, da Wildhack sehr mager ist und darum schnell trocken wird.


Das Fleisch mit Salz, Pfeffer, Bohnenkraut und Thymian abschmecken.


Der Kohl ist fertig, wenn auch die etwas "dickeren" Teile des Blattes schön weich geworden sind. Nun das Hackfleisch zum gebratenen Kohl geben und gut miteinander vermischen.


Nochmal gut durchbraten und mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Wir sehen uns - draußen!

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