Rukolabutter mit Parmesan

Hallo Leute,

vor vielen Jahren gab es in meiner Straße einen kleinen türkischen Lebensmittelladen. Der hatte wirklich tolle frische Produkte in seinem Angebot.

Dazu gehörte auch Rukola zu einem Sträußchen gebunden und nur von einem Gummiband zusammengehalten. Die Menge war ideal und genau an die Bedürfnisse von Pflanze und Konsument angepasst. Rukola ist ja nur wenige Tage haltbar. Da endete nichts im Bio-Eimer. Und wenn ich mehr brauchte, dann nahm ich einfach zwei Sträußchen mit, denn meiner Meinung nach gehört Rukola eher zu den Kräutern, als zu den Salaten.


Heute stehe ich im Super(-plastik-)markt und kann dort Rukola in viel zu großer, eben Salatmenge erwerben.

Er dümpelt mehrere Tage eingeschweisst in Tüten herum und wie weit die Zersetzung schon ist, riecht man oft erst daheim.


Weil es das Rukolasträußchen nicht mehr zu kaufen gibt, habe ich ihn in meinen Garten gepflanzt. Dort hat er sich mittlerweile durch Selbstaussaat ausgebreitet und wächst wild fast das Ganze Jahr hindurch (außer es friert Stein und Bein natürlich). Der Geschmack der Blätter ist intensiver und schärfer im Vergleich zum Rukola aus dem Supermarkt.


Fotos von K. Exler, HnC

Ihr benötigt:

250 g weiche Butter

80 g Rukola

75 g geriebener Parmesan

1 Knoblauchzehe

2 Frühlingszwiebeln

1 EL Limettensaft

3 EL (oder mehr bei Bedarf) gutes, geschmacksneutrales Pflanzenöl

grobes Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Den Rukola waschen und zwischen zwei Küchentüchern trocknen. Er muss trocken sein, denn das Wasser an den Blättern kann die Haltbarkeit der Butter herabsetzen.

Die Knoblauchzehe schälen und die Limette auspressen.

Frühlingszwiebel putzen und in grob schneiden.

Rukola, Knoblauchzehe, Frühlingszwiebel, Limettensaft und Öl in ein hohes Becherglas oder Food Processor geben. Mit dem Pürierstab alle Zutaten zu einer feinen Paste verarbeiten.


Mit Hilfe eines Schneebesens die Rukolapaste in die weiche Butter einarbeiten und dabei den geriebenen Parmesan dazugeben.

Abschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Die Rukola-Butter sollte im Kühlschrank einige Stunden durchziehen ... am Besten schmeckt sie, wenn sie wieder Zimmertemperatur angenommen hat.


Diese Butter passt hervorragend zu kurzgebratenen Rehmadaillons oder auch einfach zu frischem, knusprigem Brot.


Wir sehen uns - draußen!

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