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Steak vom Damwildrücken mit "Pickled Onions"

December 17, 2019

Hallo Leute,

 

heute möchte ich euch ein Rezept vorstellen, das es locker bis nach ganz oben in die Hitliste schafft. Ich war auf der Suche nach etwas anderem als dem klassischen Rehrücken oder dem Medaillon. Auch wollte ich weg von den traditionellen Gewürzen wie Wachholder, Piment und Lorbeer.

 

Ich kann euch dieses Rezept nur empfehlen ... ob ein Gericht gut ankommt sehe ich am Besten an meinen Kindern. Die haben, während ich das fertige Fleisch aufschnitt, einfach die Streifen mit einem Stück Zwiebel vom Brett gemopst und direkt in den Mund geschoben.

 

Wildfleisch ist generell sehr mager und neigt daher dazu schnell trocken und zäh zu werden. Dieses Stück war weich und saftig und auch als Anfänger bekommt man dieses Rezept gut hin.

 

Wenn euch der Preis für einen ausgelösten Rehrücken abschreckt, dann kann ich das gut verstehen. Dann nehmt lieber ein Stück mit Knochen und löst es selber aus. Der Jäger eures Vertrauens wird es sicherlich gar nicht anders anbieten. Vorteil ist, dass ihr aus dem Knochen noch einen Fond oder eine Glacé kochen könnt.

 

Wichtig ist, die ganze Silberhaut muss entfernt werden, nicht nur damit die Freude am Essen nicht getrübt wird, auch können dann die Gewürze besser eindringen.

 

Ich empfehle euch, einen Rücken von einem großen Stück Wild zu nehmen wie Dam- oder Rotwild. Das macht das Schneiden leichter. Aber Reh geht natürlich auch.

 

Fotos: K. Exler, HnC

 

Ihr benötigt:

 

1/2 Rücken vom Damwild, ideal ist das Mittelstück

1 Bund frischen Koriander

1 rote Chili

2 - 3 Frühlingszwiebeln

3 Knoblauchzehen

1/2 TL Kreuzkümmel

Pflanzenöl

1 Limette, Saft davon

grobes Salz, frisch gemahlener Pfeffer

etwas streufähiger brauner Zucker

 

Pickled Onions

 

1 mittelgroße rote Zwiebel

1/4 Lt Rotweinessig

3 gehäufte Eßlöffel Roh-Rorzucker

2 kleine getrocknete Chilischoten

 

Mit einem scharfen Messer das Fleisch vom Knochen lösen. Anschließend die Silberhaut und die Sehen entfernen. Nun den Wildrücken der Länge nach in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden. Das kann mit dem Anfang- und Endstück schwierig werden. Diese Teile könnt ihr auch plattieren, um eine gleichmäßige Dicke zu bekommen.

 

Den Koriander waschen, trockenschütteln und eventuell die Stielenden abschneiden. Das Bund wird nämlich mit Stumpf und Stiel verwertet.

 

Von der frischen Chili den Ansatz entfernen, Kerne und Trennhäute entfernen und in feine Ringe schneiden.

 

Die Frühlingszwiebeln und Knoblauch säubern bzw. schälen und in grobe Stücke schneiden.

 

Den Koriander zusammen mit Chili, Frühlingszwiebel, Knoblauch, Kreuzkümmel und Limettensaft in ein hohes Püriergefäss geben. Etwas neutrales Pflanzenöl dazu und zu einer Paste pürieren. Ihr müsst selber mit dem Öl versuchen eine relativ feste Paste ähnlich eines Pesto zu bekommen.

 

2 EL von der Paste abnehmen und für später beiseite Stellen.

 

Das Wildfleisch von beiden Seiten mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer einreiben. Anschließend mit der Korianderpaste großzügig rundherum bedecken in eine geeignete Schale geben. Locker abgedeckt im Kühlschrank eine Stunde ziehen lassen.

 

In der Zwischenzeit die Zwiebel pellen und in nicht zu feine Ringe schneiden.

 

Den Rotweinessig mit dem Zucker und den getrockeneten Chilis in einen Topf geben und zum Köcheln bringen. Wenn der Zucker aufgelöst ist, den Topf vom Herd nehmen und die Zwiebeln hinzufügen. Alles gut umrühren und so auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Dabei immerwieder mal rühren.

 

Das Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen und die Würzpaste so gut es geht abratzen. Die obere Seite mit etwas Zucker bestreuen.

 

Pflanzenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und das Fleisch mit der gezuckerten Seite nach unten in die Pfanne geben. Nun die andere Seite mit Zucker bestreuen und nach 2 bis 3 Minuten wenden.

 

Das Fleisch aus der Pfanne heben und einige Minuten ruhen lassen.

 

Die Zwiebelringe durch ein Sieb abgießen und die Chilis dabei entfernen.

 

Das Fleisch in schräge Scheiben schneiden, mit etwas Korianderpaste betreufeln und Zwiebeln darüber geben.

 

Dazu passt ein schöner Feldsalat oder auch Rosmarinkartoffeln. Ich würde sagen, dass die Menge für 4 bis 5 Personen ausreicht.

 

Wir sehen uns - draußen!

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