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Die Muurikka - finnische Pfanne

March 20, 2017

Hallo Leute,

 

ich finde gute Begleiter zum Kochen auf dem Feuer sind Pfannen aus Gußeisen. Es gibt sie in allerlei Größen, mit Stiel oder mit Henkel, mit Rand oder ohne. Sie heißen z.B. Chapa, Muurrika oder Peka, nicht zu vergessen, der Wok. Das Prinzip findet sich praktisch auf allen Kontinenten wieder: Ein rundes, flaches oder abgerundetes "Ding" aus Gusseisen, das über einem Feuer positioniert wird.

 

Fotos von K. Exler, HnC

Ich habe mir vor einiger Zeit eine Muurrika mit einem Druchmesser von 58 cm zugelegt. Wir sind eine große Familie und mit den kleinen Stielpfannen kommen wir nicht weit, da werden nicht alle satt. Ein weiteres Kaufargument war für mich, dass diese gusseiserne Platte auf drei Beinen, genau in meine Feuerschale passt : D

 

Bevor es aber mit dem Kochen losgehen kann, muss die finnische Pfanne eingebrannt werden, d.h. sie bekommt eine Patina. Das hört sich kompliziert an, ist es aber gar nicht.

 

Ich bin wie folgt vorgegangen:

 

Als ersten Schritt wusch ich die Muurrika in warmen Wasser mit etwas Spülmittel und trocknete sie ab. Eisenpfannen haben einen Korrosionsschutz damit sie nicht rosten, der muss runter.

 

Anschließend heizte ich ein Lagerfeuer an. Als das Feuer gut brannte wurde die Muurrika darüber platziert. Vorsichtig goss ich Sonnenblumenöl in die Pfanne. Ich hatte dafür einen hitzebeständigen Handschuh an. So konnte ich die Muurrika mit Küchenkrepp auswischen und das Öl gut verteilen. Diesen Vorgang habe ich drei mal wiederholt und dabei in Ruhe 'ne Kanne Tee getrunken.

Anschließend legte ich einige rohe Kartoffelscheiben auf die Muurrika und habe diese gebraten. Sie waren nicht zum Verzehr geeignet und kamen daher in den Müll.

So behandelt bekommt die Pfanne eine Art Anti-Haft-Beschichtung, die sich mit dem Gebrauch immer weiter verbessert. 

 

Das Einbrennen dauert seine Zeit. Das Öl muss über den Rauchpunkt erhitzt werden, es stinkt und qualmt ziemlich. Darum ist es für mich immer die bessere Wahl, solche Arbeiten draußen zu erledigen. Aber im Netz gibt es reichlich Tipps zum Einbrennen, auch im Backofen.

 

Nach dem Kochen muss die Muurrika gereinigt werden. Ich finde, dass geht am Besten, wenn die Pfanne noch heiß ist. Dafür dürft ihr aber auf gar keinen Fall kaltes Wasser benutzen! Durch den Temperaturunterschied kann die Pfanne zerspringen. Ich bereite Wasser im Wasserkocher vor und gieße es vom Rand her vorsichtig in die Muurrika. Mit dem Pfannenwender bewege ich das Wasser auf der Platte hin und her, und versuche so bis an den Rand zu kommen. Das restliche Wasser nehme ich mit Küchenkrepp auf und wische gleichzeitig die Pfanne aus. Achtung! Heiß! Bitte verbrüht euch nicht und haltet Kinder fern.

 

Was Gusseisen nicht verzeiht ist Reinigen mit Spülmittel. Das macht die Patina kaputt. Einfach mit heißem Wasser auswaschen und auswischen.

Nachdem die Muurrika abgekühlt ist, als Korrosionsschutz, dünn mit Pflanzenöl einreiben. So kann sie auf den nächsten Einsatz warten.

 

Wir sehen uns - draußen!

 

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