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Holz + Feuer = Feuerholz

March 21, 2017

Hallo Leute,

 

Beim Kochen auf einem Holzfeuer kann man ziemlich gut entschleunigen. Ich finde dabei stellt sich eine tiefe Ruhe und ursprüngliche Gelassenheit ein. Stress oder Hektik kommen nicht auf. Warum auch. das Holz muss erst richtig brennen, ausreichend Glut und Asche produzieren. Zeit Genug für Getränke und Gespräche.

 

Mit welchem Holz kann denn gut gekocht werden? 

 

Der Klassiker ist Buchenholz. Bei dieser Holzart stimmt einfach das Verhältnis von Brenndauer, Glutbildung und Asche. Dazu kommt, dass das rauchige Aroma eigentlich zu allem passt.

Die Flamme brennt langsam und entwickelt viel Hitze. Dadurch entsteht eine langanhaltende Glut und am Ende nicht zu viel Asche.

Übrigens, der Buche ähnlich soll der Flieder sein. Das wäre sicher auch mal einen Versuch wert.

Fotos von K. Exler, HnC

 

Birke ist auch ein gutes Kochholz. Es brennt zwar deutlich schneller ab als Buche ist dabei aber sehr heiß und hinterlässt eher wenig Asche.

Das Holz der Birke enthält außerdem ätherische Öle, die den Speisen einen angenehmen Geschmack geben. Birke produziert wenig Glut. Wenn man direkt in oder unter der Glut garen möchte, dann ist dies nicht das richtige Holz. Es eignet sich eher für den Potje oder die Muurrika.

 

Das Holz von Obstbäumen ist auch gut zum Kochen. Dieses Holz entwickelt besondere Raucharomen. Nur ist es passend gespalten oder als Meterenden schwierig zu bekommen. Auf den bekannten Kleinanzeigen-Portalen habe ich nur zwei Anzeigen finden können. Aber vielleicht muss ja mal ein Obstbaum in der Nachbarschaft gestutzt oder gefällt werden und ihr könnt dort Holz bekommen.

Ansonsten gibt es Räucherspäne, die mit Brennholz gemischt werden kann. Mein Tipp: schaut mal im Anglerfachgeschäft vorbei. Dort bekommt man verschiedene Sorten.

 

Nicht geeignet sind Kiefernholz, Fichte, Lärche und viele andere Nadelhölzer. Durch die im Holz gelagerten Harze neigen diese zum Platzen und somit zum Funkenflug. Sie brennen häufig viel zu schnell ab und hinterlassen dabei viel Asche.

Auf Eiche kochen geht auch nicht gut. Ähnlich wie Nadelholz neigt es zum Platzen. Dabei ist es nur schwer entzündlich und schwelt und qualmt vor sich hin.

 

Apropos Qualm: ein gutes Feuer qualmt eigentlich kaum. Dafür muss es aber richtig heiß und das Holz richtig trocken sein. Darum nicht zu viele Scheite und auch nicht zu große nachlegen. Ganz verhindern lässt sich der Qualm zwar nicht, aber reduzieren.


Ist euch auch schon mal aufgefallen, dass der Rauch immer dorthin zieht wo ihr steht? Das liegt daran, dass zwischen Feuer und euch  ein Unterdruck entsteht. Um den Druckunterschied auszugleichen zieht dann der Qualm auf euch zu. Ihr könnt den Effekt etwas reduzieren in dem ihr euch gegenüber, auf der anderen Seite des Feuers, eine Art "Wand" aufstellt. Vielleicht mit einer hochgestellten Palette?

 

Eigentlich lässt sich aus fasst jedem Holz ein Kochfeuer anheizen. Was aber gar nicht geht ist das Kochen auf einem Feuer aus verleimten, imprägnierten oder gestrichenem Holz. Dabei können giftige Gase entstehen und die Asche ist ebenfalls mit Schadstoffen belastet. Darum ist das Verbrennen von solchem Holz auch für z.B. Küchenöfen und Kamine verboten.

 

Werft auch keine Taschentücher oder Zigarettenkippen in das Feuer. Der Gestank, wenn der Filter verkohlt, ist echt unangenehm. So einen Beigeschmack soll euer Essen sicher nicht bekommen. Das Feuer ist euer Werkzeug, der Abfall gehört in den Eimer.

 

Wir sehen uns - draußen!

 

Quellen neben den eigenen Erfahrungen:

Auf offenem Feuer, Karsten Bothe; Into the Wild, Mickael Einarsson, Henrik Franck, Gustav Lindström; Richtig Brennholz machen, Hans J.K. Flöel; Feuerschale-Grill.de; Bundesverband-Brennholz.de.

 

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