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Einrichten der Erdgrube

April 23, 2017

Hallo Leute,

 

zum Thema Erdgrube habe ich mir einige Gedanken gemacht bevor ich angefangen habe sie auszuheben. Sicherheit und Brandschutz waren dabei meine Hauptbedenken.

 

Darum habe ich für mich entschieden, dass so eine Grube von mir nur im Frühjahr und Herbst betrieben wird. Die Erde ist feucht und der nächste Schauer lässt in der Regel nicht lange auf sich warten.

Ihr müsst nämlich bedenken, die Wurzeln von Büschen und Bäumen können unter der Erde weiter schwelen. Es könnte also ein Brand entstehen ohne das ihr das sofort merkt und plötzlich brennt, salopp gesagt, Nachbars Tanne. Also nicht nur die Witterung ist wichtig, sondern auch ein großer Abstand zu Bäumen Büschen und Hecken. Besonders Pflanzen die flach und in die Breite Wurzeln schlagen sind gefährdet.

 

Fotos von K. Exler, HnC

 

Das Gras um die Grube herum muss kurz  und feucht sein. Darum hatte ich den Wasserschlauch bereit liegen. Wenn der Boden durch die Hitze und das Feuer trocknet, muss der Boden wieder angefeuchtet werden. Das Gras darf nicht brennen.

 

Bei Trockenheit und Wind solltet ihr euch eine andere Methode überlegen. Trockenes Gras brennt einfach rasend schnell. Auch nach Sommern mit wenig Niederschlag, dauert es lange bis der Boden wieder gut feucht ist auch in tieferen Schichten. Daraus muss geachtet werden. 

 

Wenn das Essen fertig ist und aus der Grube genommen wird, muss von innen und außen gewässert werden.

 

Stimmen Ort und Witterung kann es losgehen. 

 

Die Grube ist so groß, dass mein Bräter hineinpasst. Klar, ihr könnt sie so groß machen, wie das Tier ist, das darin gegart werden soll. Ich bin aber aber nicht so ehrgeizig, ganze Vierbeiner so zu garen, Das gibt auch mein Garten nicht her : D.

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Die Maße sind 50 cm x 30 cm bei einer Tiefe von 50 cm. Damit ist die Grube dreimal so tief wie mein Topf hoch ist.

Damit  noch mehr Wärme unter der Erde erhalten bleibt habe ich noch Backsteine hineingelegt. Auf die Steine werden Anzündscheite versetzt gestapelt. Dazwischen einige Öko-Anzünder. Das ist mit Wachs getränkte Holzwolle.

 

Wenn das Holz angezündet ist, darf es nicht alleine bleiben. Denkt dran, die Flammen brennen auf der Höhe eurer Grasnarbe. Ihr solltet nichts riskieren und immer da sein.

 

Fotos von K. Exler, HnC

 

Wenn das Feuer gut brennt kommen größere Scheite aufs Feuer. Ich habe Buchenscheite gewählt, die ungefähr so dick sind wie ein "Unterarm".

 

Das Holz muss trocken und abgelagert sein. Ich kann von Glück sagen, dass ich unser eigenes Holz verwenden kann. Es hat vier Jahre trocken und luftig gelegen. 

 

Für ein offenes Feuer würde ich nie Holz von Nadelbäumen nehmen. Sie enthalten Harze, die dazu führen, dass das Holz platzt und die Funken fliegen. Auch Eiche neigt übrigens dazu und ist daher nicht ideal. Aber es gibt noch mehr Holzarten die gut sind, Schaut euch hierzu auch den Beitrag "Feuer + Holz = Feuerholz" an.

 

Auf das Feuer habe ich immer wieder Buchenscheite gelegt. Nach ca. zwei Stunden hatte ich den Eindruck, genug Glut zu haben, so dass ich den Bräter hineinstellen konnte.  Der Topf sollte so tief es geht in der Glut stehen, aber es ist nicht nötig, ihn darin zu "vergraben".

 

Dann vorsichtig die Erde drauf schütten und mit Grassoden abdecken.

 

Wir sehen uns - draußen!

 

 

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