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Hühnchen aus der Erdgrube - Das Rezept

April 21, 2017

Hallo Leute,

 

so ein Huhn aus der Erdgrube gart für sich alleine und ohne Einfluß von außen. Man kann es nicht herausholen und mit dem austretenden Fleischsaft begießen oder die Brust nochmal mit einem Gewürz bepinseln. 

Es gibt auch keine knusprige Haut und somit auch keine Röstaromen, denn das Huhn wird nicht gebraten oder gebacken. Die Erdgrube ähnelt der Zubereitung im Römertopf. 

 

Ich hatte etwas Sorge, dass meine Gäste enttäuscht sein könnten, denn das Fleisch würde nicht wie ein Brathähnchen aussehen, sondern eher "blass" daher kommen. Um diesen Eindruck ein wenig zu mildern, habe ich mich entschieden, das Huhn unter der Haut zu würzen.

 

Am Hals beginnend habe ich habe ich die Haut mit den Fingern vorsichtig vom Fleisch gelöst. An den Keulen musste ich am Knochen einen kleinen Schnitt für den Zugang unter die Haut machen. Das Anheben der Haut geht ziemlich leicht, denn sie ist nur an wenigen Stellen richtig mit dem Fleisch verbunden. Ihr benötigt dafür keine Kraft, arbeitet vorsichtig sonst kann die Haut aufreißen.

 

Für die Gewürzmischung benötigt ihr:

 

1 Bund glatte Petersilie

2 Knoblauchzehen

1 mittlere Zwiebel

grobes Salz und frisch gemahlener Pfeffer

 

Solltet ihr Anhänger des Paleo-Lebensstils sein, dann wollt ihr euer Essen nicht salzen. In diesem Fall, würde ich die Zutaten für Knoblauch und Zwiebel verdoppeln und das Hühnchen auch von innen damit würzen.

 

Fotos von K. Exler, HnC

Die Petersilie zunächst alleine und später mit dem Knoblauch zusammen fein hacken. Die Zwiebel ebenfalls fein hacken. Alles zusammen mit ein wenig Öl bei großer Hitze kurz anbraten. Mit Pfeffer und Salz würzen.

 

Diese Würzmischung nun vorsichtig mit einem kleinen Löffel unter die Haut schieben und mit der anderen Hand von außen verstreichen. Die Brust mit einigen Zahnstochern verschließen.

 

Das Huhn in einen Bräter aus Emaille oder Gußeisen legen, den Deckel verschliessen und in die vorbereitete Erdgrube stellen. Wie genau ich das mit dem Befeuern geht könnt ihr unter den Kategorien "Frischluft Kochen" und "Feuer und Holz" nachlesen.

 

Nach drei Stunden die Grube öffnen und vorsichtig den Bräter herausnehmen. Das Huhn wurde zerlegt und auf einer vorgewärmten Platte angerichtet. Das Fleisch war zart und saftig und hatte einen dezent rauchigen Beigeschmack.
 

Klar, waren einige meiner Gäste skeptisch. Das Fleisch ist überhaupt nicht gebräunt, aber nachdem sie es probiert hatten waren alle begeistert. Es war richtig gut.

 

Fotos von K. Exler, HnC

Wir sehen uns - draußen!

 

 

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